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© Marc Trautmann

Medienarbeitsrecht

Das Medienarbeitsrecht bildet eine Schnittstelle zwischen dem Medien- und dem Arbeitsrecht. Es beschäftigt sich mit den spezifischen arbeitsrechtlichen Fragestellungen der in der Medienbranche Tätigen.

Das Medienarbeitsrecht ist geprägt von der Ausgestaltung zahlreicher Arbeitgeberbetriebe als sogenannte Tendenzbetriebe sowie einer Vielzahl von tarifvertraglichen Regelungen. Aus der künstlerischen Bestimmung von Theatern, Opernhäusern, Orchestern oder Filmstudios ebenso wie aus der meinungsbildenden Ausrichtung von Presse-, Rundfunk- und Fernsehunternehmen folgt eine von den allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsätzen in zahlreichen Belangen abweichende Ausgestaltung von betrieblichen Mitbestimmungsrechten. Auch der Inhalt individueller Arbeitsverträge und insbesondere die kündigungsrechtlichen Fragestellungen sind in geistig-ideell orientierten Unternehmen der Medienbranche häufig anders zu beurteilen, als in rein erwerbswirtschaftlichen Betrieben. Allein im Hörfunk und Fernsehen gibt es im Bereich der öffentlich-rechtlichen Anstalten über 20 unterschiedliche Tarifverträge. Auch das Bühnenarbeitsrecht oder das Arbeitsrecht der Pressejournalisten wird stark durch Tarifverträge beeinflusst.

Schließlich spielt das Urheberrecht im Arbeitsrecht des Medienbeschäftigten eine besondere Rolle. Hier werden von Arbeitnehmern häufiger als in reinen Produktionsbetrieben urheberrechtlich relevante Leistungen erbracht, beispielsweise als Lichtbildner, Autor, Schauspieler, Musiker, Sänger oder Sprecher.