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© Marc Trautmann

Allgemeines Persönlichkeitsrecht

Eine Berichterstattung, die in Ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht eingreift, bedarf grundsätzlich Ihrer Zustimmung. Hierzu zählen Berichte über ihre Intim- und Privatsphäre, die persönliche Ehre, Ihr Anspruch auf Schutz vor Unwahrheiten sowie das Recht, über die öffentliche Darstellung Ihrer Person selbst zu entscheiden. Wegen der Verletzung der Intimsphäre sind beispielsweise sämtliche Vorgänge aus dem Bereich der Sexualiät oder die Veröffentlichung von Nacktaufnahmen absolut tabu. Darstellungen aus Ihrem häuslichen Umfeld, den „eigenen vier Wänden", sind ebenso wie Ihre private Anschrift, Berichte über familiäre Zerwürfnisse, Krankheiten oder Einkommensverhältnisse der Privatsphäre zuzuordnen. Es spielt daher grundsätzlich keine Rolle, ob die mitgeteilten Umstände der Wahrheit entsprechen oder von Dritten „autorisiert" wurden.

Die persönliche Ehre schützt vor Herabsetzung, Beleidigung und der Erwähnung in einem ehrverletzenden Zusammenhang. Eine Berichterstattung über Ihr Leben, Ihre Geschichte, Ihren Fall und dergleichen untersteht Ihrem Verfügungsrecht, selbst zu bestimmen, ob hierüber berichtet werden darf.